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Kaiserschnitt - wie kommt es zu dieser Entscheidung?

 

Nun ist es so weit! Oft bin ich schon angesprochen worden, ob ich mein Wissen nicht in Form eines Blogs weitergeben möchte. Ich habe es erfolgreich geschafft mich dagegen zu wehren - bis jetzt :D

 

 

 

Mein erstes Thema ist bei vielen mit überwältigenden Gefühlen begleitet. Durch meine eigenen Kindern und meiner beruflichen Tätigkeit, bin ich in vielen Foren unterwegs. Des öfteren kommt es dort zu Diskussionen über Kaiserschnitte. Manche sagen Kaiserschnitte (kurz KS) sind nicht nötig, andere wiederum lassen sich auf Wunsch einen geben, um zum Beispiel den Schmerzen zu entgehen...

 

 

 

Einige Infos dazu

 

 

 

  • Die Kinder durchlaufen bei dem natürlichem Geburtsmodus eine Drehung aus dem Geburtskanal, die wichtig für die Hirnentwicklung und somit für Motorik und Co verantwortlich ist. Da dies beim Kaiserschnitt (kurz KS) fehlt, ist es Möglich diese bei einer Craniosakral Behandlung nachzuholen.

 

 

 

  • Sie bekommen die Bakterien der Scheide und somit einen regelrechten boost des Immunsystems. Bei einem KS werden die Babys einem „Vaginal Seeding“ unterzogen das diese auch von den Vorteilen profitieren können. Es steht im Raum, dass diese Bakterien der Scheidenflora vor Diabetes, Allergien usw. schützt.

 

 

 

 

 

  • Durch die Hormone die bei der natürlichen Geburt frei gesetzt wird, werden bestimmte Hormone frei gesetzt, die unter anderem für die Bindung von Mutter und Kind wichtig ist.

    Ebenso wichtig ist der nackte Hautkontakt direkt nach der Geburt. Da dies auch die Ärzte wissen, gibt es jetzt schon viele Kliniken die sehr auf das Bonding nach KS achten, was ich Persönlich sehr sehr gut finde – also dass das Bewusstsein dieses „Problems“ auch so gut umgesetzt werden kann – zb. Durch Bondingbänder oder zum Nachholen auch ein sogenanntes Bondingbad.

 

 

 

  • Die Kinder geben das Startsignal durch ein Hormon, das in den Lungen gebildet wird, somit entscheiden sie Selbst, ob und wann sie bereit für die Geburt sind. Beim KS entscheidet der angebliche Geburtstermin (angeblich deshalb, weil man ihn nie sicher nennen kann. Sperma kann bis zu 10 Tagen in der Scheide überleben. Und 10 Tage mehr oder weniger können für ein Kind sehr wichtig sein)

 

 

 

 

 

Doch wenn augenscheinlich alle Gründe für eine natürliche Geburt sprechen, wieso entscheiden sich dann doch so viele für eine geplanten Kaiserschnitt? Diese Gründe möchte ich gerne mit Euch ansprechen. Sie resultieren aus Erfahrungen meiner Arbeit und natürlich auch persönlichen, also bitte nicht darauf festnageln ;)

 

 

 

Einige Mamas haben aus diversen Gründen Angst vor der natürlichen Geburt. Sie lesen im Internet von Horrorgeschichten zu abgebrochenen Hausgeburten oder vaginalen Geburten wo das Kind sich durch die Nabelschnur fast erhängt hat, von zu kleinen Becken, Uterusrupturen oder sonstigen Problemen und fühlen sich durch vollkommene Überwachung während des Kaiserschnittes einfach sicherer.

 

 

 

Wieder andere haben tiefe Prägungen von ihren Eltern übernommen oder wurden in der Kindheit angeeignet.

 

Wer kennt seine Glaubenssätze noch nicht?

 

Hier einige Beispiele die Auswirkungen auf den Selbstwert haben können und somit das Gefühl unterstreichen, eine natürliche Geburt nicht aus eigener Kraft zu schaffen.

 

 

 

„Ich bin nicht gut genug“

 

„Ich schaffe das nicht“

 

„Ich bin nicht stark genug“

 

„Ich bin nicht gut genug“

 

 

 

und noch weitere....

 

 

 

Wie ihr sehen könnt, kann es viele verschiedene Gründe haben, das sich die Mutter gegen eine natürliche Geburt entscheidet. Es steckt immer die Angst dahinter. Auch wenn Mütter sagen, sie wollen sich einfach nur diese Schmerzen ersparen (was ja eigentlich bei einer OP nicht der Fall ist), steckt trotzdem die Angst vor Schmerzen dahinter und nicht damit klar zu kommen und ihnen auch Hilflos ausgesetzt zu sein → Glaubenssätze ;)

 

 

 

Vielleicht fragt ihr Euch jetzt was eigentlich die Pointe dieses Artikels sein soll?

 

Man sollte der (werdenden) Mutter genau zuhören, wenn man sie gut kennt auch gerne ihre Ängste ansprechen, nicht immer vorschnell urteilen. In den Foren gibt es so viel schwarz7weiss denken und die Grauzone, die wahren Gefühle der Mutter, wird einfach ausgelassen.

 

 

 

Ich selbst hatte 3 Kaiserschnitte und immer um eine natürliche Geburt gekämpft. Eine VBA2C versucht und trotzdem „gescheitert“. Inzwischen kann ich gut darüber sprechen, aber alleine durch das lesen wie schlecht Kaiserschnitte sind, kann man schon in seinen Glaubenssätzen getriggert werden und das Gefühl des Wertlos-seins kommt wieder hoch.

 

 

 

Wählt Eure Worte bitte bedacht, egal zu welchem Thema. Ihr wisst nicht warum diese Person jene Entscheidung getroffen hat. Aufgrund welcher Erlebnisse oder Prägungen sie zu diesem Entschluss gekommen ist. Akzeptiert und Verurteilt nicht.

 

 

 

Also liebe Mama´s lasst Euch sagen, dass egal wie ihr Euch entscheidet, die Entscheidung, in jenem Moment, die Richtige für EUCH ist. In jedem Moment! Und wer weiß, vielleicht ändert sie sich einmal, wenn sich die Erfahrungen zu den Themen ändert ;)

 

 

 

Alles Liebe

 

 

 

Eure Elke ;)

 

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